Dienstag, 5. Juli 2016

Artikel

Ihr Lieben,
es ist etwas still um diesen Blog geworden, allerdings nicht meine Schreibaktivitäten. Seit Anfang des Jahres schreibe ich regelmäßig Einträge für das Aquasabi Aquascaping Wiki. Dort findet man viele, tolle Artikel zu den Themen Aquascaping und Wasserpflanzen. Schaut doch mal rein:
https://www.aquasabi.de/aquascaping-wiki

Freitag, 11. September 2015

Aquascaping Grundlagen: die drei Basis-Gestaltungsformen

Hallo zusammen,
warum sehen manche Aquarien einfach gut aus und schmeicheln dem Auge, andere hingegen nicht?
Nun, wenn man mal Themen wie Sauberkeit, Fotoqualität, Licht und Pflanzenvitalität einmal abzieht, dann bleibt nur der Kern des Beckens, die Gestaltungsgrundlage, übrig.
Und hier sehen Becken einfach gut aus, wenn sie sich an gestalterische Grundlagen halten, wie etwa dem goldenen Schnitt  und das Arbeiten mit Fokus- und Fluchtpunkten. Diese Layouts weisen meist eine tolle Tiefenwirkung auf, das Aquarium wirkt räumlicher, dreidimensionaler.

Klingt eher kompliziert, ist es aber gar nicht so sehr. Ich stelle hier die drei gebräuchlichsten Gestaltungsformen im Aquascaping vor. Wenn man sich daran hält, sieht ein Becken einfach immer gut aus ;-) Und diese Ideen lassen sich auf alle Arten von Aquarien übertragen, sei es ein Gesellschaftsaquarium, ein Biotop-Becken, ein Aquascape oder ein Meerwasser-Riff.

Los geht es!

1. die Dreiecks-Form:
Bei dieser Gestaltungsform werden die Dekorationsmaterialien wie Steine, Wurzeln aber auch Pflanzen zu einer Seite abfallend hin angeordnet. So ergibt sich ein Dreieck. Wichtig ist, dass am Fuße des Dreiecks keine Dinge die Sicht behindern, sondern dem Auge eine freie Sicht nach hinten lassen. Man sollte dort also zum Beispiel besser keine störende Technik installieren oder zu hoch wachsende Pflanzen regelmäßig herunterschneiden.
Hier mal ein Beispiel Layout, man erkennt ein abfallendes Dreieck zur linken Seite hin. Natürlich kann man ein Dreieck auch abfallend nach rechts gestalten!
2. die Hügel-Form:
Hier befindet sich der Aufbau der Dekoration relativ zentral. Er sollte aber nicht genau in der Mitte stehen, das sieht aus Symmetriegründen nicht immer natürlich aus. Etwas krummer und schiefer darf es schon sein. Die Gestaltung an den Seiten hingegen sollten für das Auge frei und offen sein.
Auch hier ein kurzes Beispiel von mir, der Pflanzenhügel ist ein wenig nach rechts versetzt:
 
3. die U-Form:

Bei diesem Layout-Grundformat befinden sich an den Seiten recht hohe Aufbauten, die abfallend zur Mitte hin Platz machen für eine Gasse Richtung Rückscheibe. Diese Form ist sehr beliebt, da sich mit ihr besonders gut "Minilandschaften" wie etwa Gebirgszüge mit einer Schlucht in der Mitte nachbauen lassen. Wichtig ist auch hier: Die Gasse in der Mitte nicht zu zentral und gerade ausrichten, lieber etwas krumm und schief gestalten, das wirkt natürlicher. Als Orientierung kann man sich hier prima an den goldenen Schnitt halten.

Hier ebenfalls ein Beispiel, dies ist ein älteres Layout von mir:
 
Und abschließend noch ein paar Erklärungen: Alle 3 Layout-Formen haben eine tolle Tiefenwirkung, da sich das Auge des Betrachters an einer oder mehreren Stellen durch Fluchtpunkte im Hintergrund verliert. Unser Blick wird also absichtlich dort hingelenkt und schweift dann in die Ferne ab. Deswegen ist es wichtig, diese Fluchtpunkte nicht durch Technik oder hohe Pflanzen zu blockieren (wie oben beim Dreieckslayout beschrieben) und dem Auge eine freie Sicht auf die Aquarienrückscheibe zu gewährleisten. Dieser Effekt lässt sich sogar noch verstärken, wenn man z.B. eine Milchglasfolie für die Aquarienrückwand benutzt und diese mit einer Hintergrundbeleuchtung ausstattet.
 
Für welches Layout man sich entscheidet ist vor allem Geschmackssache. Aber auch Faktoren wie verbaute Technik (z.B. fest installierte Filterrohre), der Standort des Beckens und die Laufrichtung der "Zuschauer" vorbei an dem Aquarium (wichtig z.B. für Zoofachmärkte) sind dafür ausschlaggebend.

Donnerstag, 25. Juni 2015

Twinstar2 - die neuen Modelle

 
Mit der 2. Auflage von Twinstar sind nun 10 verschiedene Modelle neu auf dem internationalen Markt. Was ist nun neu/anders/besser als vorher? Bringen wir doch etwas Licht ins Dunkel.





Erhalten bleiben die drei verschiedenen Kernserien:
-Die Shrimp Serie zur Prophylaxe von Garnelenkrankheiten
-Die S-Serie zur Vorbeugung von Fischkrankheiten
-Die Nano-Serie gegen Algenneuzuwachs
-die Funktionsweise bleibt auch die altbewährte, daran hat sich nichts geändert

Neu ist:
-das komplette Design
-eine Vereinheitlichung der Elektroden (Reaktoren) durch alle Serien. Es gibt ab sofort nur noch verschiedene Reaktorgrößen, diese sind nicht mehr modellbezogen
-die optionale Möglichkeit durch eine spezielle Halterung (Aquacradle) der Steuereinheit am Beckenrand
-gerade im Bereich von Klein-Aquarien (20-50l) sind nun auch endlich passende Twinstars erhältlich
-Twinstars mit 3 verschiedenen Modi


Da es nun deutlich mehr Modelle als vorher gibt, werden nun in einem größeren Spektrum verschiedene Beckengrößen angesprochen. Jede Serie beginnt mit dem kleinsten Modell, welches für Becken von 20-50l bzw. 40-50l (beim Shrimp30) angedacht ist. Dabei schwirrt in irgendeiner Form die Zahl 3 in der Modellbezeichnung herum (S3 für die S-Serie, M3 für die Nano-Serie, Shrimp30 für die Shrimp-Serie).
Dieses Modell hat auch nur einen Modus.


Bildquelle: Hersteller

Eine Modellreihe höher haben wir die 5-er Serie (S5, M5 und Shrimp50). Hier sind nun 2 verschiedene Modi vorhanden, Modus 1 für 20-50l (bzw. 40-50l beim Shrimp50) und Modus 2 für 50-120l.

Bildquelle: Hersteller
Für alle Modelle der 3-er und 5-er Serie gibt es nun nur noch einen einheitlichen Reaktor (Modellbezeichnung Reactor M5). Dieser ist deutlicher kleiner im Durchmesser als die alten Reaktoren und hat nur noch einen Saugnapf. Optisch sieht dies wesentlich dezenter aus, vor allen in kleineren Aquarien.
Im Prinzip lösen all diesen kleinen Serien (3er und 5er) die bisherige alte Mini-Serie ab.

Die nächst höhere Modellreihe hat nun eine Reichweite von 50-100l im 1. Modus und 100-200l im 2. Modus (also recht ähnlich der Reichweite der alten Modelle). Das Modell der Nano-Reihe heißt auch Twinstar Nano, das der S-Serie hat nun einen neuen Namen, nämlich Yotta. Die Shrimp-Serie wird ab hier nicht mehr weitergeführt (ein größeres Shrimp-Modell soll aber noch später erscheinen).

Der passende Reaktor für diese Modellreihe nennt sich Reactor M7.

Die letzte Serie Nano+ und Yotta+ hat nun drei verschiedene Modi (Modus 1: 50-100l, Modus 2: 100-200l. Der 3. Modus des Twinstar Nano+ geht rauf bis 250l, der des Yotta+ sogar bis 430l).

Bildquelle: Hersteller

 
Für die höchste Serie gibt es den passenden Reaktor M9.
Bildquelle: Hersteller


 
Bildquelle: Hersteller
Als neues Zubehörteil ist nun eine neue Befestigungsmöglichkeit erhältlich, genannt Aquacradle. In der rauchig-grauen Vorrichtung lässt sich die Steuereinheit eines Twinstars arretieren und wird dann zusammen mit dem Aquacradle einfach im Hang On Verfahren über einen Aquarienscheibe gehängt.
Dabei ist das Modell Aquacradle M-90 passend für alle großen Modelle (Nano und Yotta sowie Nano+ und Yotta+). Die kleinere Einheit Aquacradle M-30 deckt alle übrigen Modelle ab.
Dies ist allerdings kein Muss, die bisherige Befestigung über Saugnäpfe ist natürlich immer noch möglich.

Insgesamt ist auch zu erwähnen, dass die komplette Verkabelung des Twinstars nun spürbar eindeutiger und einfacher geworden ist. Somit ist das gesamte Handling wesentlich angenehmer.


Das neue Design ist anders, etwas futuristischer und eher etwas dunkler als vorher. Jeder Geschmack ist anders, insofern werde ich darüber nicht urteilen.

Preislich gesehen sollten die Twinstars nun ein wenig erschwinglicher geworden sein (abhängig von der Mehrwertsteuer des jeweiligen Landes), vor allem, was die kleinen Modelle betrifft.
Gut gelöst:
Die neuen Reaktoren passen auch noch zu den alten Modellen. So kann man im Falle einer defekten Elektrode eines alten Twinstars einen geeigneten Reaktor der neuesten Generation aussuchen.
Dabei passen die neuen Reaktoren M9 auf die alten Modelle Nano und Super S, während der Reaktor M7 zu der alten Mini- und Shrimp-Serie passt.

Montag, 26. Januar 2015

Seachem Dünger - Umrechnungen



Seit einiger Zeit werden nun von Stattrand Aquaristik die Produkte von Seachem in Deutschland vertrieben. Diese stammen aus den USA und zeichnen sich vor allem durch eine sehr genaue Deklaration der enthaltenen Stoffe aus. Gerade bei den Düngern für Süßwasseraquarien ist dieser Umstand sehr wichtig, damit man rechnerisch genau ermitteln kann, welche Konzentrationen man mit einer Dosierung hinzufügt. Bedingt durch Mengenangaben oder chemische Formeln, die zwar auf dem amerikanischen Markt funktionieren, wird einem das Umrechnen in deutsche Standards allerdings etwas schwerfallen, es sei denn, man hat gut Chemiekenntnisse.

Ich habe mich dieser Sache mal angenommen und die Angaben des Herstellers umgerechnet.

Während die Amerikaner ja gerne groß denken (deswegen ist die Standarddosis wohl oft eine Verschlusskappe voll= 5ml), hat sich in unseren Breiten folgender Standard etabliert:

1ml Dünger auf 50l Aquarienwasser = … mg/l des Nährstoffes

Das ist also unser Ziel. Nun zu den Düngern: In den Produktbeschreibungen werden in der Regel drei verschiedene Größen angegeben, mit denen wir rechnen. Das wäre die Dosierempfehlung des Düngers in ml (A), auf eine bestimmte Beckengröße (B) und die Konzentration des Nährstoffes in % (C). Zunächst einmal rechnen wir um, was die Dosierempfehlung nach Hersteller des jeweiligen Nährstoffes in mg/l ergibt. Dazu verwenden wir folgende Formel:

(A/1000)*(C*10000)/B= … mg/l des jeweiligen Nährstoffes

Ein Beispiel anhand des Eisengehaltes im Flourish Dünger:

Empfohlen werden 5ml Dünger (A) auf 250l Beckenwasser (B), Eisen ist mit 0,32% (C) angegeben.

5/1000*0,32*10000/250= 0,064 mg/l an Eisengehalt

5ml Dünger auf 250l Beckenwasser ergeben also 0,064 mg/l an Eisen. Durch einfaches Kürzen rechnen wir dies nun herunter auf unseren Zielstandard:

1ml Dünger auf 50l Aquarienwasser ergeben ebenfalls 0,064 mg/l Eisen

Anhand der Formel lassen sich nun alle wichtige Dünger und Nährstoffe umrechnen, die ich hier in einer Übersicht aufführe.

Flourish:
1ml auf 50l = 0,064 mg/l Eisen (Fe)
Potassium:
1ml auf 50l = 1 mg/l Kalium (K)
Hinweis: Zum Umrechnen den Wert des elementaren Kaliums nehmen
Nitrogen:
1ml auf 50l = 1,51 mg/l Nitratäquivalent (NO3)
Hinweis: Die Angabe in Gesamtstickstoff muss man umrechnen in äquivalentes Nitrat
1ml auf 50l = 0,51 mg/l Kalium (K)
Hinweis: Hier muss man die Angabe vorher in elementares Kalium umrechnen
Phosphorus:
1ml auf 50l = 0,13 mg/l Phosphat (PO4)
Hinweis: Der Phosphatgehalt ist in einer anderen Form (P2O5) angegeben. Diese muss man umrechnen in die Form von PO4 (Umrechnungsfaktor 1,338), welche im aquaristischen Bereich gebräuchlicher ist.
Iron:
1ml auf 50l = 0,2 mg/l Eisen (Fe)

Außerdem hat mich noch der Kaliumgehalt im Aufhärtesalz Equilibrium interessiert:
Anhand der Formel ergibt die Dosierempfehlung (16g auf 80l) umgerechnet 39 mg/l Kalium (K). Auch hier muss man sich zum Rechnen auf die Angabe des elementaren Kaliums beziehen.

Alle Angaben sind ohne Gewähr. Falls ich mich doch verrechnet haben sollte, bitte ich um Rückmeldung!



Samstag, 10. Januar 2015

40x30x30cm Becken geflutet nach Drystart

Hier gibt es mal was Neues zu sehen:
Dieses schmucke Nanoaquarium wurde nach einem Drystart von ca. 3 Wochen nun geflutet. Die Pflanzen, vor allem die Riccardia Moose, sind prima angewachsen und treiben nun nicht auf. Leider hat ein paar Arten der Zustand während des Trockenstartes nicht so sehr gefallen, sie wurden matschig, während andere drohten, auszutrocknen. Wahrscheinlich hatte ich nicht die optimale Luftfeuchtigkeit für dieses Layout gefunden. Deswegen habe ich das Becken nun schneller geflutet als geplant.
Da fast nur langsam wachsende Pflanzen in dem Aquarium sind, beleuchte ich mit einer auf 50% runtergedimmten daytime eco40.2 von Sensolight.

Mal schauen, wie es wächst!

Sonntag, 28. Dezember 2014

Update vom 40x25x25cm Nano-Aquarium


So, nach langer, langer Zeit mal ein Quick n Dirty Shot von dem 40cm Becken. Das Wachstum der Pflanzen ist auf Basis des Amtra Master Soil´s kombiniert mit konstanter CO2- und Flüssigdüngerzugabe sowie einer guten LED-Beleuchtung von Sensolight absolut einwandfrei. Interessanterweise haben sich ursprünglich doch ein paar Moosrückstände in den Pflanzen und auf den Steinen befunden, die sich nun deutlich ausgebreitet haben. Mir persönlich gefällt es sehr gut, da das Layout dadurch einen natürlicheren Touch bekommen hat.

Das Aquascape ist relativ unspektakulär, aber dafür sehr pflegeleicht.
Nach etwa einem halben Jahr Standzeit wird es nun mal wieder Zeit für etwas Neues, also seid gespannt!

Montag, 1. Dezember 2014

Update vom 50er Becken

Hier mal ein aktuelles Foto zur dunklen Stunde des 50er Beckens. Mit dem Drystart hat das HCC hinten gut angewurzelt und ordentlich an Masse zugelegt. Das Aquarium ist nun geflutet und wird  von einer daytime cluster 40.2 befeuert. Der erste kleine Trupp Amanos ist heute eingezogen, ein paar Rennschnecken verrichten auch schon brav ihre Arbeit und vernichten die ersten Kieselalgen.